Energieverbund


Die Energie Opfikon AG beabsichtigt, in Opfikon und Teilgebieten von Rümlang einen Energieverbund für die Versorgung mit Fernwärme und/oder Fernkälte zu realisieren. Hierfür wird die Abwärme der ARA Kloten/Opfikon genutzt. Eine allfällige Realisierung und der Betrieb der nachhaltigen Energieanlage würde in Zusammenarbeit mit der Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) erfolgen.

Karte Energieverbund
Die Energie Opfikon AG plant gemeinsam mit der Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) den neuen Energieverbund (im Bild: der vorgesehene Erschliessungsperimeter)

Geht’s nach den Plänen der Energie Opfikon AG, so sollen Opfikon und Teilgebiete Rümlangs künftig mit Fernwärme und/oder Fernkälte bedient werden. In Liegenschaften, die am Energieverbund angeschlossen sind, wird – je nach Angebot – keine Heizung und/oder Kälteerzeugungsanlage mehr benötigt. Lediglich ein Hausanschluss und eine weitgehend wartungsfreie Wärme- und/oder Kälteabgabestation im Haus sind erforderlich. Gespiesen wird der Energieverbund aus Abwasser respektive der Abwärme der ARA Kloten/Opfikon. Die Verteilung der Energie erfolgt via erdverlegte Fernwärme- bzw. Fernkälteleitungen. Erste Versorgungsgebiete in Opfikon und Rümlang wurden in der Zwischenzeit festgelegt. Um einen konkreten Überblick über das grundsätzliche Interesse und den tatsächlichen Wärme- und/oder Kältebedarf im vorgesehenen Versorgungsgebiet zu erhalten, wurden die betroffenen Liegenschaftsbesitzer Anfang Juni 2018 im Rahmen einer schriftlichen Kurzumfrage kontaktiert. Die Energie Opfikon AG und ihr Kooperationspartner erhoffen sich aufgrund der Antworten aufschlussreiche Planungsgrundlagen.

Nachhaltige Lösung mit namhaften Investitionen
Ein Energieverbund, wie in Opfikon geplant, ist eine moderne Versorgungslösung, weil in ökologischer, ökonomischer und versorgungstechnischer Hinsicht äusserst attraktiv. So steht die Abwasserwärme der ARA Kloten/Opfikon als Energiequelle ganzjährig zur Verfügung. Der Einsatz modernster Technologien macht es möglich, die Liegenschaften nachhaltig und umweltfreundlich mit Wärme und/oder Kälte zu versorgen. Studien zufolge sollen nach Endausbau des Energieverbundes gegen 15 000 Tonnen CO2 eingespart werden können. Dies entspricht dem jährlichen CO2-Ausstoss von mehr als 3 000 Schweizerinnen und Schweizern.

Im Bedarfsfall baldiger Erschliessungsstart
Sollte sich im vorgesehenen Gebiet ein nennenswertes Bedürfnis aus dem Energieverbund abzeichnen, so könnten die Erschliessungsarbeiten in den nächsten Jahren in Angriff genommen werden.

Die wichtigsten Kennzahlen

Wärme    
Wärmeleistungsbedarf ca. 14.8 MW
Wärmeenergiebedarf  ca. 34 872 MWh
Vorlauftemperaturen ca. 65 bis 90° C
Länge Fernwärmeleitungsnetz  ca. 6.6 km
     

Kälte

   
Kälteleistungsbedarf ca. 8.9 MW
Kälteenergiebedarf ca. 19 753 MWh
Vorlauftemperaturen  ca. 8 bis -10° C
Länge Fernkälteleitungsnetz  ca. 3 km


            
Weitere Auskünfte erteilt:
Energie Opfikon AG, Richard Müller, Geschäftsleiter, Tel. 043 544 86 20

 
EBLInfoblatt_Energieverbund_Opfikon_Update.pdf (4597.7 kB)

Gedruckt am 20.06.2019 07:32:03